Anno 2000...
Die erste schwul/lesbische Sambaband Kölns, mit dem Namen Joia, gründet sich. Eineinhalb Jahre wird geprobt, geprobt....

Anno 2001...
Wir stellen uns zum ersten mal de
m Publikum und zwar beim CSD in Colonia. Unser Name Joia ist ab da Programm: Spaß und Lebensfreude!

Anno 2003...
Katja Schimanowski übernimmt unsere musikalische Leitung. Mit ihr verändert sich unsere musikalische Ausrichtung vollständig. Durch viele Workshops und Experimente eignen wir uns verschiedene brasilianische Rhythmen an.

Anno 2004...
Joia löst sich auf.
Aus Joia formiert sich die neue Lesben/Frauensambaband queerelas. Neue Frauen kommen, andere gehen und viele bleiben dabei.
Wir setzen unsere musikalische Entwicklung fort. Die Entstehung unserer Stücke sowie unser Programm entwickeln Katja Schimanowki und Petra Clever. Zusätzlich wird bei uns das Akkordeon ein fester Bestandteil.
Zum ersten mal nehmen wir am Bremer Karneval teil. Dieses Jahr ist das Jahr des Aufbruchs. Anfragen über Anfragen gehen bei uns ein.
Zu unseren heißen Rhythmen tanzen Jung und Alt, Frau und Mann, Homos und Heteras, wir spielen in der eigenen Community bis zu Auftritten bei Hochzeiten, Stadtfesten, bei ver.di und der Caritas ...

Anno 2005...
Wieder fahren wir nach Bremen, wieder ist es ein Erfolg.
20 Frauen spielen bei den queerelas. Durch unsere Unterschiedlichkeit lassen wir den Namen lebendig werden. Wir sind queer, ein wenig schräg, quirlig-kribbelig...
Viele Anfragen liegen uns für das Jahr 2005 schon vor.
Das Wichtigste ist und bleibt für uns die Musik, die Weiterentwicklung, neues auszuprobieren und unsere Lust, das Publikum zu begeistern.

Anno 2006
Bremer Karneval
Obwohl wir erst zweimal beim Bremer Karneval aufgetreten sind, dürfen wir diesmal auf der Hauptbühne spielen! Um uns dieser Ehre würdig zu erweisen, verbringen wir in den letzten vier bis fünf Monaten vor Bremen jede Menge Zeit mit Proben, Zusatzproben, Extraproben und dazwischen gibt es Sonderproben. Dann ist es soweit - direkt vor uns liegen 45 Minuten Kesselhalle. Zugegeben - "ein kleines bisschen" aufgeregt sind wir schon, denn wann steht man schon mal mit "Confusao" auf einer Bühne und hat so viel Fachpublikum um sich herum? Wobei hier die Betonung auf "so viel" und "Fachpublikum" liegt! Einmal auf der Bühne, gibt es eh kein zurück mehr - eine gute Gelegenheit, die Anspannung und Vorfreude der letzten Monate einfach heraus zu lassen. Das Ergebnis ist eine tobende Kesselhalle und eine Sambagruppe, für die dieser Auftritt immer etwas ganz besonderes sein wird. Noch einmal vielen Dank an ein grandioses Publikum und all die Menschen, die sich vor und während dem Bremer Karneval um so vieles kümmern und so selten erwähnt werden!

Unser erstes Kleinkonzert
Bereits drei Tage später geben wir im Rahmen der "Klangprobe" des Kölner Stadtanzeigers im Kulturbunker Mülheim unser erstes eigenes Konzert - naja, es war nicht wirklich unser "eigenes" Konzert, da ja schließlich der Kölner Stadtanzeiger der Veranstalter war - deshalb "Kleinkonzert". Da alles sehr kurzfristig organisiert werden muss und das Konzert an einem Dienstagabend stattfindet, rechnen wir mit knapp 100 Besuchern. Bis auf die 250 Leute, die zusätzlich zu den 100 kommen, liegen wir ganz gut mit unserer Schätzung... Der Kulturbunker ist ausverkauft, die Stimmung ist super und wir stellen fest, dass es manchmal enorm viel Spaß machen kann, sich zu irren.

Katja geht - die queerelas bleiben
Katja Schimanowski, unsere musikalische Leitung, gibt ihren Austritt bekannt. Nachdem der erste Schock über diese Nachricht überwunden ist, stellt sich für uns nicht die Frage, ob, sondern, wie wir weitermachen wollen. Es wird diskutiert, telefoniert, umstrukturiert und telefoniert, diskutiert und umstrukturiert.... Irgendwann beschließen wir, dass wir jetzt genug diskutiert, telefoniert und umstrukturiert haben - ein positiver Nebeneffekt davon ist, dass wir nun auch wieder etwas Zeit für unsere eigentlichen Berufe und unser Privatleben haben... Am 29.03. gibt es eine Vollversammlung, in der über all das abgestimmt wird, was in den letzten Wochen so diskutiert, telefoniert......wurde - das hat den positiven Nebeneffekt, dass wir uns nun wieder auf die Musik konzentrieren können. Caroline Born wird von uns einstimmig zur neuen "Oberpfeife" gewählt - wir freuen uns sehr auf all das, was wir gemeinsam mit unserer neuen musikalischen Leitung erarbeiten und erleben werden!
Drei Dinge stehen jedenfalls jetzt schon fest:
1. WE
2. WILL
3. GROOVE U!!!

24.11.2006 - queerelas live im Bürgerzentrum Ehrenfeld!
Nach mehr als einem halben Jahr Vorbereitung ist es endlich soweit - wir geben unser erstes eigenes Konzert! Natürlich unter dem Motto "WE WILL GROOVE U!" Wir freuen uns tierisch und sind total aufgeregt - was in den Köpfen der Einzelnen am 24.11. genau abging, lässt sich am besten ungefähr so beschreiben: "Yippie! Angst! Yippie! Wo is eigentlich meine Trommel? Angst! Yippie! Nochmal Yippie! Hunger - ach ne doch nich! Yippie!Trommel? Gleich geht's los! Angst! Ich hätte besser doch was gegessen! Yippiiiiiie!"
Und schon geht's los - der Saal ist mehr als voll und die Stimmung ist von Anfang an mehr als super! Das Publikum ist fantastisch und wir haben einen Riesenspass auf der Bühne! Nach etwa drei Stunden ist alles schon wieder vorbei ;-(
Uns hat der Abend so gut gefallen, dass wir beschliessen, nächstes Jahr auf jeden Fall wieder ein Konzert zu geben. Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben und vor allem an das beste Publikum und die tollsten Fans, die sich eine Band nur wünschen kann!!!

Anno 2007...
Die Auftritte sind bunt gefächert. Wieder fahren wir zum Karneval nach Bremen, wo die im letzten Jahr gewonnenen Fans schon auf uns warten. In der Szene haben wir Auftritte und im Sommer einen frisch fröhlichen Open-Air-Termin auf der „Seebühne“ im Blücherpark.

Anno 2008...
Das Repertoire wird wie bisher ständig erneuert da wir uns und dem Publikum immer neue Grooves bieten wollen. Dafür holen wir uns erfolgreiche Musikerinnen, wie z.B. Janine Jäggi von Confusao, für Workshops nach Köln. Neben dem mittlerweile üblichen Erscheinen beim Bremer Karneval geben wir uns frauenbewegt mit Auftritten zum internationalen Frauentag, beim Frauennotruf und dem Ball der Frauen in Wiesbaden. Ein Highlight ist die „Night of the Drums“ in Coesfeld wo wir mit anderen Percussionsgruppen das Programm bestreiten. Neue Impulse bietet der Gig einer Taico-Gruppe. Babsi gestaltet einen Taico-Groove den wir ausschließlich auf Surdos und einer Caixa spielen. Sehr neu, sehr anders, sehr schwierig, sehr aufregend, sehr dynamisch. Es erfordert viele Proben bis dieses Stück einschließlich der Choreografie sitzt. Unbedingt anschauen unter Videostreams!!!

Anno 2009...
So wie das alte Jahr endet, beginnt das neue: mit Proben, Extraproben, Sonderproben und Workshops denn…. der Bremer Karneval steht in diesem Jahr unter dem Motto „Weibsbilder“. Wir haben uns für einen Auftritt im Schlachthof am Samstagabend beworben und werden sogar angenommen. Hauptbühne - die Zweite - yeah!!! Wir sind zwar „nur“ die Opener, bringen das Auditorium aber zu Begeisterungsstürmen und die Tanzfläche zum kochen. Besonderen Beifall findet der finale Taico. Lob und Anerkennung des fachkundigen Publikums lassen uns auf Wolke sieben schweben.

Anno 2010...
Das Jahresende 2009 bringt eine Zäsur. Wichtige Frauen, auch Caro, verlassen die queerelas. Was tun ohne musikalische Leitung? Nach kurzem Schwanken zwischen Ratlosigkeit und Entmutigung erwacht der Ehrgeiz. Wir tun das, was wir schon immer gut konnten: diskutieren, telefonieren und umstrukturieren. Alles wird anders, zunächst einmal der Proberaum. Verantwortung wird auf viele Schultern verteilt. Es gibt nicht mehr eine „Oberpfeife“, alle sind aufgefordert, sich mit ihrem ganzen Können einzubringen. Als musikalische Unterstützung betreut uns nun Kristina Kanders. Wer innerhalb der Gruppe eine neue Aufgabe übernommen hat wundert sich, wie viel Arbeit damit verbunden ist. Wir gewinnen neuen Schwung mit den Herausforderungen, die Spaß machen und Kräfte wecken. Das Tempo muss zunächst gedrosselt werden da neue Mitspielerinnen integriert werden wollen. Wer es zeitmäßig einrichten kann, ist bei den dieses Jahr in Köln stattfindenden internationalen Gay-Games dabei. Der Auftritt bei der Eröffnungsfeier im Müngersdorfer Stadion wird unvergessen bleiben.